"Der fliegende Holländer" (Wagner)      PT Kaiserslautern

Musikalische Leitung: Till Hass; Regie: Stefan Tilch; Bühne: Thomas Dörfler; Kostüme: Christl Wein

 

 

 

Der fliegende Holländer

Oper von Richard Wagner

Die Fabel vom Fliegenden Holländer erzählt „von einem Kapitän, der einst bei allen Teufeln geschworen, dass er irgendein Vorgebirge umschiffen wolle, und sollte er auch bis zum Jüngsten Tage segeln müssen. Der Teufel hat ihn beim Wort gefasst, er muss bis zum Jüngsten Tag auf dem Meer herumirren, es sei denn, dass er durch die Treue eines Weibes erlöst werde.“

So beschrieb der deutsche Dichter Heinrich Heine das Schicksal des sagenumwobenen Holländers. Die stürmische Seefahrt, die Richard Wagner auf seiner Flucht aus Riga erlebte, inspirierte den Komponisten dazu, diesen Stoff zur Grundlage einer romantischen Oper zu machen. Am 2. Januar 1843 wurde sein „Fliegender Holländer“ an der Dresdner Hofoper uraufgeführt.

 

Der philosophische Gedanke des Werks besagt, dass Mitleid und Liebe bis zur Selbstaufopferung Erlösung für fremde Schuld schaffen können. Senta ist die Frau, die den Holländer schlussendlich von seinem Fluch erlöst. So bildet ihre Ballade durch die Verwendung des Holländer- und des Erlösungsmotivs den musikalischen wie auch den inhaltlichen Kern der Oper. In Wagners„Fliegendem Holländer“ sind französische und italienische Vorbilder zwar noch spürbar, doch setzte der Komponist erstmalig die dem Sprachrhythmus angepasste dramatische Melodie ein, die fortan seinen Kompositionsstil bestimmen sollte.

 

 

Fluch, Liebe und Erlösung in Richard Wagners „Romantischer Oper“.

Und dann: "Das Wunder der Heliane" (Korngold)      PT Kaiserslautern 10.04.2010

Musikalische Leitung: Uwe Sandner; Regie: Johannes Reitmeier; Bühne: Daniel Dvorak ; Kostüme:Thomas Dörfler

 

 

 

Das Wunder der Heliane

Oper in drei Akten von Erich Wolfgang Korngold

Text von Hans Müller nach einem Mysterienspiel von

Hans Kaltneker

Da der tyrannische Herrscher nicht die Zuneigung seiner Frau Heliane gewinnen konnte, verbietet er seinen Untertanen jegliches Glück. Ein Mann aus der Fremde setzt mit seiner Botschaft der allgemeinen Menschenliebe das Volk in Unruhe und wird als Aufrührer zum Tode verurteilt. Zwischen dem Fremden und Heliane entbrennt eine leidenschaftliche Liebe, die allen Gewaltandrohungen und sogar dem Tod trotzt und das Volk aus der Tyrannei befreit.

 

Die Uraufführung von Korngolds Mysterienoper fand am 7. Oktober 1927 unter großem Beifall in Hamburg statt. Der Komponist arbeitet mit äußerst raffinierten, schillernden Klangfarben, so dass Musikkritiker von einem „musikalischen Jugendstil“ gesprochen haben. Die anspruchsvollen Gesangspartien erfordern stimmlich sowohl den Belcanto-Stil der italienischen Oper als auch die heroische Strahlkraft Richard Wagners.

Die Oper voller berauschender Musik wurde von den Nationalsozialisten aufgrund der jüdischen Abstammung des Komponisten und des angeblich unmoralischen Sujets als „entartete Musik“ gebrandmarkt.

 

Neuentdeckung einer Erfolgsoper in der spätromantischen Klangopulenz der späten 20er Jahre!

 

Koproduktion Pfalztheater Kaiserslautern und Nationaltheater Brünn.

 

 

 

Und dann: "Falstaff" (Verdi)      PT Kaiserslautern 27.02.2010

Musikalische Leitung: Uwe Sandner; Regie: Bernd Weikl; Bühne: Thomas Dörfler; Kostüme: Julia Holewik

 

 

 

Falstaff     

Oper von Giuseppe Verdi

Text von Arrigo Boito nach der Komödie „Die Lustigen Weiber
von Windsor“ von William Shakespeare

 

Der dicke Ritter Sir John Falstaff ist in Geldnöten. Durch ein Liebesabenteuer mit Alice und Meg, den Frauen der reichen Bürger Ford und Page, hofft er, seine leeren Taschen wieder aufzufüllen. Die beiden Damen beschließen nun ihrerseits, dem Ritter einen Streich zu spielen. Gleichzeitig bekommt Alices eifersüchtiger Ehemann einen Denkzettel verpasst, und Nannetta, die Tochter der Fords, kann gegen die Pläne des Vaters den Mann heiraten, den sie liebt. Am Ende einer nächtlichen Maskerade im Park von Windsor bleibt die Erkenntnis: „Tutto nel mondo è burla – Alles in der Welt ist Posse“.

 

Der Librettist Arrigo Boito schrieb an Giuseppe Verdi im Juli 1889: „Es gibt nur einen Weg, um noch besser als mit ‚Otello’ zu endigen: der glorreiche Abschluss mit ‚Falstaff’. Nachdem wir Schreie und Klagen im menschlichen Herzen geweckt haben, nun mit berstendem Gelächter schließen! Das wird alle umwerfen!“ Tatsächlich ist Verdi am Ende seines langen Opernschaffens mit „Falstaff“ eine brillante Charakterkomödie und Opera buffa mit philosophischer Weisheit gelungen, die vor musikalischem Witz sprüht

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

In Arbeit

"Das Wunder der Heliane" (Korngold) PT Kaiserslautern 10.04.2010

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